Juan Carlos OnettiEinführung und Inhaltsverzeichnis
[Direkt zum Onetti-Inhaltsverzeichnis] Einführung Der Uruguayer Juan Carlos Onetti (1909 - 1994) gilt als einer der Wegbereiter moderner lateinamerikanischer Literatur und ist dennoch in Deutschland weitgehend unbekannt geblieben. Onetti lebte die meiste Zeit seines Lebens abwechselnd in seiner Heimat und in Buenos Aires und arbeitete hauptsächlich als Redakteur, später als Bibliothekar, bis er schließlich vor der Diktatur nach Spanien floh, wo er auch starb. Beinahe allen Romanen und Erzählungen Onettis ist gemeinsam, daß sie vor dem Hintergrund der fiktiven Stadt Santa María spielen. Sie wurde zunächst von Juan Maria Brausen - dem Protagonisten von "Das kurze Leben" - für sein Drehbuch erdacht, ist also eine Fiktion innerhalb der Fiktion, die für die Einwohner Santa Marías einen realen Schauplatz darstellt. Konsequenterweise gilt Brausen ihnen als Gründer ihrer Stadt. Onetti schreibt von den in Santa María Gestrandeten, die sich ihrer Einsamkeit bewußt sind. Die Personen begegnen einander zwar, kommen sich aber nie wirklich nahe, können sich nie wirklich errreichen. So ist das Leben in Onettis Werk von Ritualen ohne Inhalt bestimmt, von fruchtlosen Bemühungen und dem Scheitern des einzelnen. Ein Ende 1999 erschienener Band mit gesammelten Erzählungen Onettis fand Aufnahme in die SWR-Bestenliste, eine von Literaturkritikern monatlich aufgestellte Empfehlungliste. Dieser Band ist - wie alle auf Deutsch erhältlichen Bücher Onettis - bei Suhrkamp verlegt. Inhaltsverzeichnis
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